2008 Ein Höhepunkt unserer Kirchenmusik

Dem Gedenken an den hundertsten Geburtstag von Albrecht Goes, dem deutschen Schriftsteller und protestantischen Theologen (1908-2000), hat Jürgen Schwab die Kantate „Unendlichkeit“, zum gleichnamigen Gedicht,  gewidmet. Am Sonntag, dem

9. März 2008, durften die Besucher des Gottesdienstes die Uraufführung dieses schönen Werkes in der Stephanuskirche erleben.   Im „sprudelnden“ Klang der Harfe glaubte man geradezu das Plätschern des Wassers zu hören. Querflöte und Violine symbolisierten den Flug der Vögel, ihr Jubilieren  in den Lüften. Man meinte gar, den Wind zu hören, wie er sich im Weizenfeld bricht.
Jürgen Schwab, Kantor der Hospitalkirche und Kirchenmusikdirektor hat sich zur Aufgabe gemacht jedes Jahr mindestens eine Kantate oder ein Musikstück  zu komponieren. Häufig sind es Jubilare, wie Paul Gerhardt (2007) und in diesem Jahr Albrecht Goes, zu deren dichterischen Werken er die musikalische Ausdrucksweise schafft.
Nach nur vier Tagen stand das Notengerüst für diese Kantate, wurde dann nach mehrwöchiger Feinarbeit innerhalb der Familie Schwab diskutiert und abgerundet, bis es nun der Öffentlichkeit vorgestellt  werden konnte.
Mit dem Instrumentalensemble „Concertino Stuttgart“ des Ehepaares Schwab und dem  „Collegium vocale“ unter der  Leitung  von Elisabeth Wied-Schwab, sowie den  Sopran-Solistinnen hatte Jürgen Schwab an diesem Sonntag eine gelungene Uraufführung, die die Stimmung des Gedichtes von Albrecht Goes wunderbar wiedergab.                                                 Claudia Mörk-Grunwald