Mitarbeiter-Dank-Fest am 29.1.2010

Gottesdienst um 18.00 Uhr in der Stephanuskirche

zu Beginn des DANK-Festes

 

Begrüßung

 

Herzlich willkommen, verehrte, liebe Gäste,

liebe Mitarbeitende unserer Gemeinde!

 

Auf der Einladung zu unserem Festabend

haben wir darauf hingewiesen:

In diesem Jahr 2010 wird es 50 Jahre her sein,

dass der Bau der Stephanuskirche

fertig gestellt wurde.

 

Dieses Jubiläumsjahr wollten wir heute

mit Ihnen eröffnen.

Bei unserem geplanten Sommerfest

am Sonntag, 27. Juni 2010 soll das dann

auch noch einmal ausgiebig gefeiert werden.

 

Unsere Kirche – ein Bau aus Steinen,

an dem vor 50 Jahren viele mitgewirkt haben.

Unsere Kirche – ein Haus,

in dem vieles geschieht,

viele heute noch mitwirken,

„Gemeinde zu bauen“.

Sie haben beim Hereinkommen

verschiedene „Steine“ gesehen,

auf denen die verschiedenen Gruppen

und Tätigkeiten in unserer Gemeinde

genannt sind.

 

Im 1. Petrusbrief, Kapitel 2, Vers 5 finden wir

folgende Formulierung:

Auch ihr als lebendige Steine

erbaut euch zum geistlichen Hause

und zur heiligen Priesterschaft.

 

So lasst und staunend und dankbar feiern

im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes

und des Heiligen Geistes. Amen.

 

  • Lied: „Du, meine Seele, singe“ – EG 302, 1-3

     

  •  
  • Psalm 84 / 734

Ansprache

 

Auch ihr als lebendige Steine

erbaut euch zum geistlichen Hause

und zur heiligen Priesterschaft.

 

Liebe Gemeinde,

gestaunt habe ich,

als wir zusammengetragen haben,

was das alles für lebendige Steine sind,

die sich hier unter diesem Dach

zusammenfügen.

 

Ich muss – und darf – Ihnen

dieses Bauwerk mal im Einzelnen beschreiben.

Zusammen mit den Konfirmanden habe ich

auch an einer optischen Darstellung gearbeitet.

 

Wenn wir bei den Kleinsten beginnen, dann ist da der Baustein „Gottesdienst für Große und Kleine“, bei dem wir momentan acht Mitarbeitende zu verzeichnen haben. Einmal im Monat kommen 0-5-jährige Kinder zusammen mit ihren Eltern zum gemeinsamen Feiern.

 

Der Baustein „Kinderkirche“ für Kinder ab ca. 5 Jahren fügt sich an, für den sich momentan mit mir zusammen zwei Leute engagieren, und den ich gerne noch „bearbeiten“ würde.

 

Der Baustein „Kindergarten“ vervollständigt den Sockel der Arbeit an den Jüngsten, leistet seinen Beitrag, dass sie mit einem christlichen Leitbild groß werden können. Fünf Personen gehören zum Erzieherinnen-Team, dazu kommen die Raumpflegerinnen und ehrenamtliche Verbindungspersonen wie die Vorlesepatin und der Kindergartensenior.

 

Wenn ich die verschiedenen „Bau-Ebenen“ weiter nach dem Lebensalter geordnet ansehe, ist die „Arbeit mit den Konfirmanden“ zu nennen – und die sogenannte „Jugendarbeit“, die momentan eher projektmäßig geschieht bei der Begleitung von Konfi-Freizeiten, der Tannenbaumaktion und ähnlichem.

 

Zum Baustein Jugendarbeit gehört jedoch auch die „Hausaufgabenhilfe“, eine Arbeit, die in unseren Räumen und als Aktivität unserer Gemeinde fungiert – wir haben sechs Personen gezählt, die sich derzeit dafür einsetzen.

 

Eine Verbindung zwischen den Ebenen „Kinder-Jugendliche“ und „Erwachsene“ leistet unsere Kirchenmusikerin zusammen mit ihrem Mann mit ihrer „Musik- und Chorarbeit“. Klangstraße, Kinderchor, Flötenkreis, das ist das eine – das andere Orgel- und Instrumentalmusik sowie das Collegium vocale. Zu diesem Baustein gehören nicht nur die Mitwirkenden im musikalischen Bereich und der unmittelbaren Organisation, sondern auch der Förderkreis Kirchenmusik, der Chorausschuss und der Kirchenmusikausschuss.

 

Langsam aber sicher kommen wir zum großen Bereich „Feste“, für den viele, viele immer wieder zur Verfügung stehen – ob Sommerfest, Muttertagsessen, Erntedankessen usw. Ein sehr lebendiger, lebhafter „Baustein“ in unserer Kirchengemeinde!

 

Nun sind wir also längst auf der Ebene Gruppen und Tätigkeiten von und für Erwachsene angelangt.

 

Dazu gehört weiterhin der „Gesprächskreis / Glaubenskurs“, für den sich zwei Menschen persönlich einsetzen und ihr Haus dafür öffnen.

 

Acht Personen zähle ich beim Baustein „Besuchsdienst“. Sie machen sich auf den Weg zu Menschen ab 80 Jahren, wenn sie einen runden oder halbrunden Geburtstag feiern, und zu Neuzugezogenen.

 

Zehn Frauen und Männer gehören zum Team der „Einkehr am Mittag“, die Donnerstag für Donnerstag vielen einen schönen Tisch decken, für Bewirtung, Andacht, Musik, Gesprächsmöglichkeiten, Nachtisch und insgesamt eine heimelige Atmosphäre sorgen.

 

In ähnlicher Weise sorgen vierzehntägig drei Frauen für eine kleine Bewirtung mit Kaffee, Tee und Gebäck nach dem Gottesdienst, dem sogenannten „Ständerling“.

 

Aus unserem Jubiläums-Haus nicht wegzudenken ist auch der Baustein, für den sich insgesamt vier Frauen verantwortlich zeichnen und den ich „Tanz- und Gymnastikangebote“ genannt habe, zum einen der Seniorentanz und die Israelischen Tänze, zum anderen die Frauengymnastik, die Seniorengymnastik und der "Move Coctail".

 

Nun langen wir bereits bei einer höheren Lebensalter-Ebene an – da gehört denn auch das „Frohe Alter“ dazu, 10 Team-Mitglieder zähle ich.

 

Aber, liebe Gäste, auch noch andere Ebenen sind für unseren Gemeinde-Bau wichtig.

 

Ich weise da als erstes auf den Baustein „Öffentlichkeitsarbeit“ hin mit dem Redaktionsteam für unseren Gemeindebrief und den beiden Mitarbeiterinnen, die sich um den stets aktuellsten Stand unseres Internet-Auftrittes kümmern. Haben Sie da schon mal rein geschaut? Es lohnt sich!

 

Was wäre jedoch die beste Öffentlichkeitsarbeit ohne „Gemeindedienst“?

Zum einen muss der Gemeindebrief, wenn er herauskommt „gelegt“ werden, wie es hier heißt – ein über lange Jahre eingespieltes Team von aktuell elf Damen.

Zum anderen muss der Gemeindebrief und auch die Geburtstagspost ausgetragen werden – was wären wir ohne die 28 zuverlässigen Postboten?

 

Nun, ohne leibliche Versorgung muss kein Mitarbeiter und kein Gruppenmitglied bei uns bleiben – haben Sie den Baustein mit dem Titel „Fairer Handel“ gesehen? Damit ist ebenso der wöchentliche Bananenverkauf gemeint wie der regelmäßige Gepa-Verkauf nach den Gottesdiensten, insgesamt 5 Personen sind damit beschäftigt.

 

So langsam kommen wir zur Verwaltungsebene, den Menschen, die, so könnte man sagen, das Dach zusammen halten.

 

Als Baustein-Titel sehen wir da für eine unserer wichtigen Verbindungspersonen die Worte „Hausverwaltung und Mesnerdienst“. Mit gemeint sind da auch die beiden Stellvertreter in diesen Bereichen – und weitere Mitarbeitende, die dafür Sorge tragen.

 

Für eine andere wichtige Verbindungs-Person und -Funktion steht der Titel „Kirchenpflege“.

 

Und natürlich der Titel „Pfarramt“, in diesem Fall meine ich das Büro bzw. Sekretariat.

 

Ferner möchte ich an dieser Stelle den „Stephanus-Gemeindeverein“ nennen, der schon manchen Stein finanziert hat, der hier real verbaut wurde, zu dem etliche Mitglieder zählen, aber auch eine ganze Handvoll Personen mit verantwortlichen Funktionen.

 

Last but not least geht alles nicht ohne den Baustein „Kirchengemeinderat“ mit seinen derzeit sieben gewählten Vertretern – und mit dem Grundsatz unserer Kirchengemeindeordnung, wo es heißt:

"Kirchengemeinderat und Pfarrerin leiten gemeinsam die Gemeinde".

 

In diesem Stand und Amte freuen sich Kirchengemeinderat und Pfarrerin,

Sie alle heute zu unserem DANK-Fest begrüßen zu dürfen.

 

Es waren 165 Personen, die für heute eingeladen wurden.

71 von ihnen darf ich heute begrüßen.

 

Ich möchte es nun, nach dem Bestaunen des Gesamt-Gebäudes auch namentlich tun. Ich tue dies alphabetisch – eine Zuordnung zu den genannten Tätigkeiten dürfen Sie nachher selber herausfinden. Und wenn ich jemanden, der hier ist, nicht nennen sollte, habe ich Sie nicht vergessen, sondern bitte ich Sie, es einfach nachzutragen, weil es nicht in meiner Anmeldeliste stand.

Herzlich willkommen...

 

Die Frage ist nun,

was diese lebendigen Steine zusammen hält.

Liegen sie alle einzeln da?

Bzw. leben sie alle nebeneinander her?

Bzw. was kann sie verbinden?

 

Eine Verbindung ist sicherlich

unser gemeinsames Kirchen-Gebäude hier.

Auch unser Abend heute

soll eine Verbindung schaffen.

Doch was wäre dies alles

ohne den speziellen Grund,

auf dem wir uns gründen?

 

Wie hatte der alte Petrus,

dessen Name „Stein / Fels“ bedeutet,

es noch einmal gesagt:

Auch ihr als lebendige Steine

erbaut euch zum geistlichen Hause

und zur heiligen Priesterschaft.

 

Wichtig ist jedoch auch der Satz, der diesem voran geht:

Zum Herrn kommt als zu dem lebendigen Stein,

der von den Menschen verworfen ist,

aber bei Gott auserwählt und kostbar.

 

Es deutet sich darin an,

dass wir mit allem, was wir tun,

gerade auch in unserer Gemeinde,

an unsere Grenzen geraten können,

vielleicht sogar „verworfen“ werden.

Dass wir immer wieder merken:

Wir können es nicht

allein aus eigener Kraft schaffen,

was wir uns vorgenommen haben.

Wir sollen es sogar gar nicht.

Vielmehr: Zum Herrn kommt,

er allein gibt die Kraft, die Motivation,

die Verbindung untereinander,

den Sinn und das Ziel.

 

Bitten wir ihn in allem,

was uns begrenzt und anficht,

um Weite.

 

Ich lade Sie ein, dass wir dieses Bitten

als Lied miteinander vor ihn bringen. 

 

  • Lied „Meine engen Grenzen“ – EG 589, 1-4

Gebet

 

Gott, wir danken dir für alle Menschen,

die hier in unserer Gemeinde einen Dienst übernehmen.

 

Wir danken dir für alle Menschen, die unser Haus besuchen,

hier Gottesdienst feiern und die vielen Angebote wahrnehmen.

 

Wir bitten dich, dass wir in allem Dich nicht aus dem Blick verlieren.

 

Was wäre all unser Tun, wenn Du nicht

die Kraft und den Segen dazu geben würdest?

 

Wir bitten dich auch, dass du uns die rechten Worte

und die rechte Aufmerksamkeit schenkst,

wenn wir miteinander reden, miteinander unterwegs sind,

miteinander etwas tun –

und dass du uns davor bewahrst, so viel übereinander zu reden.

 

Lass uns auch bei aller Kritik, die vielleicht wichtig sein mag,

die Dankbarkeit nicht vergessen für das viele,

das gelingt und das einem geschenkt wird.

 

So segne nun auch diesen Abend

und lass ihn uns wirklich zum Geschenk werden.

 

Wir stehen vor dir mit dem Gebet,

das uns miteinander verbindet: VATER UNSER

 

 

„Ansagen“

 

Bevor wir noch einmal miteinander singen und um Gottes Segen bitten darf ich folgendes ankündigen:

 

Im Anschluss an das Orgelnachspiel sind wir eingeladen in den schön gerichteten Gemeindesaal, wo wir uns an einer Auswahl spezieller „Festtagssuppen“ mit Brötchen erfreuen dürfen, vorbereitet vom Team des Restaurants Steinhalde.

 

Danach, vor einem fruchtigen Dessert, erwartet uns eine musikalische Überraschung.

 

Ein Kirchengemeinderats-Mitglied wird dann im weiteren Verlauf eine besondere Bild-Schau präsentieren mit Impressionen quer durch unser ganzes Gemeindeleben mit seinen verschiedenen Bausteinen.

 

Damit werde ich ein Gedicht einer Ehrenmitarbeiterin verbinden.

 

Auf Ihren Tischen, das sage ich jetzt auch schon, liegt an jedem Platz ein kleines „sonniges“ Präsent, das Sie am Ende mitnehmen dürfen – es möge wachsen und gedeihen.

 

Wir haben an einen gemeinsamen Abschluss zwischen 21.30 und 22.00 Uhr gedacht.

 

Freilich soll auch viel Zeit und Gelegenheit zum Gespräch sein…

 

… und dafür bekommen Sie hier auch noch eine Aufgabe mit.

Auf diesen „Baustein“-Kärtchen stehen die Namen der Anwesenden (wie gesagt, je nachdem muss ich noch welche nachtragen, bzw. könnte es sein, dass jemand doch nicht da ist), doch wenn jeder ein so Kärtchen „zieht“, dann ist es seine Aufgabe, im Laufe des Abends nach dieser Person zu schauen, sie anzusprechen und zu fragen, in welchen Bereichen Sie in der Gemeinde tätig ist und dies zu notieren. Einige Bleistifte liegen auf dem Getränketisch aus. Und hinter dem Getränketisch an der Wand ist eine Klebestreifen-Kreation angebracht, wo man die Kärtchen anbringen kann.

 

Jetzt könnte es auch sein, dass manche vor dem Runtergehen den Impuls haben, die Bausteine hier vorne aneinander und aufeinander zu bauen – bitte sehr.

 

Und nun möchte ich gerne das Lied 268 mit Ihnen singen:

„Strahlen brechen viele aus einem Licht“.

 

Pfarrerin Susanne Jutz