Von der Farbe des Kirchenjahres

An der Vorderseite des Altars und der Kanzel befindet sich in unseren Kirchen jeweils ein Webtuch, genannt Antependium (lateinisch: "das vorne Herabhängende") oder Parament (lateinisch: parare mensam = „den Tisch bereiten“ oder parare mentem = „den Geist bereiten“).

Die Farbgebung der Altar- und Kanzelbehänge richtet sich nach den Anlässen und den Zeiten im Kirchenjahr und schmücken die Kirche in der passenden liturgischen Farbe.

 

In der evangelischen Kirche gibt es vier liturgische Hauptfarben, die auch in den Paramenten unserer Kirchengemeinde verwendet wurden:

Violett

 

Mischfarbe aus dem Blau des Himmels und dem Rot, der Farbe des Heiligen Geistes, des Feuers und des Blutes. Sie findet in den „Vorbereitungszeiten auf die Begegnung mit Christus“ Verwendung. In unserer Kirche also im Advent, in der Passionszeit und am Buß- und Bettag.

 

 

Weiß

 

Farbe des Lichts und Hinweis auf Reinheit, Glanz und Freude. Sie kommt an den ausdrücklichen „Christusfesten“, also an Weihnachten, Epiphanias (6. Januar), Gründonnerstag, Ostern und Trinitatis zum Tragen.

 

 

 

Rot

 

Farbe des Blutes und des Feuers und symbolisiert so die göttliche Liebe und die Wirkung des Heiligen Geistes. Die roten Antependien sind an den besonderen Festen des Heiligen Geistes und der Kirche zu sehen – an Pfingsten, Konfirmation, Reformationsfest…

 

 

 

Grün

 

ist die Farbe des Wachsens und Werdens – und der so genannten „ungeprägten Zeiten“ des Kirchenjahres, vor allem zwischen Trinitatis und der Adventszeit.